2018

Unser Konzertbericht von Odenheim 08.04.2018

Wo, um Himmels Willen, ist denn Odernheim? Und wie verschlägt es einen Altkatholischen Gospelchor zu einem Konzert in eine evangelische Kirchengemeinde, meilenweit entfernt von Mannheim?

Nun ja, Gottes Wege sind unergründlich.

Aber die Vorgeschichte ist logisch.

Während unserer letzten Chorfahrt zum Kirchentag in Berlin wurden wir nach einem Konzert in Müggelheim noch zu einem gemütlichen Hock in einen privaten Garten eingeladen. Dabei fielen wir nicht nur durch unseren guten Appetit auf, sondern auch durch unseren Dialekt, haben wir doch einige echte Pfälzer im Chor. Da stellte sich heraus, dass  der  Pfarrer des pfälzischen Ortes Odernheim  ebenfalls da war. Der hatte bereits während seines Studiums altkatholische Kommilitonen gehabt. So ergab ein Wort das andere und es erfolgte eine Einladung. Dank unseres rührigen Chorleiters wurde dann ein Termin gefunden, die Fahrt geregelt und sogar traumhaftes Frühlingswetter bestellt.

Allerdings war der Start Sonntag früh, 8 Uhr, für viele von uns hart. Noch dazu waren Kaffee und Kuchen im Kofferraum gelandet, so dass wir ohne (2.) Frühstück nach ein 1 ½  Stunden am Ziel ankamen. Ohne großes Einsingen fand dann der Gottesdienst statt, an dem wir uns mit 3 Stücken beteiligten. Besonders gut gelang dabei Andreas Solostück, das sicherlich dazu beitrug, dass die Kirche nachmittags gut besucht war.

Unser gemeinsames Mittagessen bestand aus verschiedenen Schnitzelvariationen: reichlich und sättigend. Das Ambiente im 50er Jahre Stil mit echter Plastiklichterkette, Osterdeko mit FCK Anklang, dazu eine schlagfertige und patente Bedienung und ein Wirt auf Frauensuche passten perfekt zum Namen des Lokals : Deutsches Eck.

Aber nun endlich zum Konzert.

Schon im 1. Block zeigte sich die Begeisterungsfähigkeit des Publikums. Zunächst zaghaft, aber zunehmend intensiver wurde mitgeklatscht. Bis zur Pause entspannten sich die Gesichter der Anwesenden immer mehr, wozu auch Christels Moderation beitrug.

Die Pause im Freien mit Getränkeausschank wird nicht nur zum Sonnen, sondern auch zum besseren Kennenlernen genutzt. Dabei stellt sich heraus, dass einige Zuhörer eine längere Anfahrt in Kauf genommen haben, um uns zu hören.

Den 2. Teil des Konzerts leitet Daniel mit dem Anspielen des Titels „Soon…“ ein, bei dem sich die Kirche wieder füllt. Als Knüller erweist sich der freche, aber lebensnahe Titel „Nette Begegnung“, der endgültig das Eis bricht. Ja, beim ehemaligen Eurovisionstitel „Hallelujah“, der eigentlich der letzte sein sollte, halten sich die Zuhörer reihenweise an den Händen, singen und swingen mit. Bei so viel Begeisterung müssen natürlich noch 3 Zugaben her, die noch einmal unser breites Repertoire zeigen. Das bekannte „This little light“ lädt noch einmal zum Mitsingen und Klatschen ein, das afrikanische „Jesu“ verleitet durch seine Rhythmik zum Bewegen und Mittanzen und das abschließende „Sei behütet“ lässt in manch einem Auge eine Träne aufblitzen.

Wir alle haben ein besonders emotionales und berührendes Konzert erlebt.

Auf dem Heimweg ist es erstaunlich ruhig im Bus. Jeder von uns muss diesen besonderen Tag verarbeiten.

Übrigens handelt es sich um Odernheim an der Glan, Landkreis Bad Kreuznach.

Bericht von Angelika

Die Presse schreibt über das Konzert in Odernheim am 08.04.2018 - Öffentlicher Anzeiger / Bad Kreuznach

 

MANNHEIMER MORGEN - WALDHOF / GARTENSTADT / LUZENBERG  

GARTENSTADT GOSPEL-CHOR „POWER PEOPLE“ ZEIGT BEIM NEUJAHRSKONZERT IN DER ERLÖSERKIRCHE SEIN STIMMLICHES KÖNNEN

Lebensfreude steckt die Zuhörer an

02. Februar 2018Autor: Christian Hoffmann

Dirigent Daniel Fieß begleitete seinen Chor am E-Piano.

© Hoffmann

 

Manche Menschen, so traurig das klingt, erleben in der eigenen Familie kaum Geborgenheit. Doch als freies soziales Wesen kann sich der Mensch auf die Suche nach Heimeligkeit begeben. „Man hat einen Freundeskreis, Kollegen, vielleicht eine Partnerin“, zählte Moderator Gerd Winter in der alt-katholischen Erlöserkirche auf. Um aus der Gemeinschaft neue Kraft zu schöpfen. In dem Gotteshaus in der Gartenstadt fand das traditionelle Neujahrskonzert des Gospel-Chores „Power People“ statt. Das dennoch heiter ausfiel und nur vereinzelt nachdenkliche Momente bot. Unter dem Motto „Sing Hallelujah!“

Wie schwierig sich der Versuch gestalten kann, einen stabilen Freundeskreis aufzubauen, verdeutlichte Pfarrerin Sabine Clasani mit einer witzigen Kurzgeschichte über die schwergewichtige Kuh Gloria von Kinderbuchautor Paul Maar: Ein rebellisches Tier, das „keine brave Milchkuh werden“ will, seine ursprüngliche Herde verlässt und ins Nilpferdland auswandert.

Ohne überflüssige Technik

Allgemein schätze Theologin Clasani hintersinnige Märchen und Erzählungen sehr. Davor und danach stimmte der Gospel-Chor verschiedene Stücke an wie „Hallelujah, salvation and glory“, „Top of the world“, „I’m always chasing rainbows“ und „Michael rows the boat ashore“. Ohne überflüssige Veranstaltungstechnik und ohne die Unterstützung von Mikrofonen führte das 16-köpfige Ensemble sein Neujahrskonzert auf. Alle Sängerinnen und Sänger vertrauten der naturgegebenen Intensität der menschlichen Stimme.

Wer heutzutage diesen biblisch-hebräischen Ausruf erwähnt, kommt an dem weltlichen Popsong „Hallelujah“ des kanadischen Piano-Barden Leonard Cohen nicht vorbei. In der kleinen blauen Erlöserkirche stimmte daher der Gospel-Chor „Power People“, der im vergangenen Mai 2017 eine viertägige Chorfahrt in die Hauptstadt Berlin samt Besichtigung des Bundestages unternommen hatte, eben diesen viel gesungenen Welthit an.

„Uns Deutschen sagt man nach, keinen Mut zum Humor zu besitzen. Das wird sich heute Abend grundlegend ändern“, erklärte Moderator Gerd Winter amüsiert. Nebenbei erwähnte Winter, welche berühmten Menschen 2018 ein rundes Jubiläum feiern werden: So wird der Schauspieler Klaus Maria Brandauer 75 Jahre alt und der Geburtstag von Karl Marx jährt sich zum 200. Mal. Ein wichtiger Jahrestag findet ebenfalls statt: Martin Luther King wurde vor 50 Jahren ermordet.

In Bezug auf die beiden Nummern „Leben aus der Quelle“ und „Gut, dass wir einander haben“ kommentierte Moderator Gerd Winter: „Es sind zwei Stücke, die damit zu tun haben, was wir uns für einen Neuanfang wünschen.“ In dem Lied „Gut, dass wir einander haben“ lassen sich folgende Zeilen finden: „Keiner widerspricht nur immer, keiner passt sich immer an. Und wir lernen wie man streiten und sich dennoch lieben kann.“

Während des Songs „Smiling“ rieb Sänger Hubert Mühlig mit einem Holzkochlöffel über ein altmodisches Waschbrett. „Wenn man morgens in der S-Bahn fährt, auf dem Weg zur Arbeit, hilft oft ein Lächeln“, empfahl Moderator Gerd Winter, der dazu einlud, den Gospel-Chor mal mittwochs zur Chorprobe in der innenstädtischen Schlosskirche zu besuchen. Mit südamerikanischer Lebensfreude steckten die „Power People“ die Zuhörer mit der Nummer „Latino Hallelujah“ an.

Als Dankeschön für das Engagement verteilte Dirigent Daniel Fieß an seine Schützlinge jeweils ein Päckchen „Glory-Halleluja-Kaffee“ aus der örtlichen Rösterei Moha. Außerdem sang der Klangkörper noch Stücke wie „Nette Begegnung“, „Blue moon“, „Soon and very soon“ und „Clap your hands“.

© Mannheimer Morgen, Freitag, 02.02.2018

Pressebericht der Rheinpfalz über unser Neujahrskonzert 2018 in Lu-Mundenheim

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© Gospelchor Power People Mannheim der Alt-Katholischen Kirchengemeinde Mannheim-Ludwigshafen