Erlebnisse in 2015 - weitere Berichte folgen 

Gospelkonzert zum 1. Advent am 29. November 2015 in der SeniorenResidenz Mannheim - Niederfeld

Bericht von unseren Chormitgliedern Angelika und Daniel / Fotos von unserem Hoffotografen Jan

 

Am letzten Sonntag war es uns eine Freude, ein ganz besonders Konzert zu geben, Wir besuchten die SeniorenResidenz in Mannheim-Niederfeld und es war das erste Konzert in einer solchen Einrichtung.

Ob wir hier wohl mit Gospeln  punkten könnten?  In der gepflegten Anlage wurden wir sowohl vom sehr  engagierten  Personal als auch von den Bewohnern im weihnachtlich geschmückten Haus sehr wohlwollend  empfangen.  Schnell füllte sich der Saal und erwartungsvolle Gesichter sahen uns an.  Schon nach unserem  „Opener“  „Öffnet den Kreis“ von Clemens Bittlinger aus seinem neuen Album „unerhört“, wurde eifrig geklatscht und beim 2. Titel sogar rhythmisch mitgeklatscht.  Das Eis war gebrochen. Gerd Winters humorvolle pfälzische Weihnachtsgeschichten  über die Tücken der Technik  sprachen alle an und waren eine perfekte Überleitung  für Weihnachten zu Hause oder in der Ferne. Dazu steuerte Romy stimmgewaltig  den bekannten französischen Titel  Cantique Noel von Adame bei.

Sicherlich war dann das gemeinsame Weihnachtsliedersingen ein Höhepunkt für alle Anwesenden, das Erinnerungen an Weihnachtsfeiern im Kreis der Familie hervorrief und für alle sehr berührend war.  Spätestens beim Brahmslied „Guten Abend, Gut Nacht“ wurden dann auch verschämt einige Tränchen verdrückt.   Nach dieser  wunderbaren  Einstimmung auf das Fest  blieben  der Beifall und die Zugaben nicht aus. Die Spenden der Senioren zeigten, dass unsere Musik gut angekommen war.  Und auch wir waren begeistert von der angenehmen Atmosphäre  und unserem aufgeschlossenen Publikum.

13.05. - 17.05.2015 Chorfahrt nach Husum

Bericht unseres Chormitgliedes Angelika - Bilder von unseren Hoffotografen Eric und Jan

 

Unser Tourbus mit dem erprobten und unerschütterlichen Driver Ludwig war mal wieder auf Deutschandtournee. An Bord die berühmten Power People samt Groupies und Drogen ( in Form von Sekt, Haribos, Rhabarberkuchen und Schneckennudeln).  Ziel war der hohe Norden Deutschlands, dort wo die Menschen als Vielschwätzer gelten, wenn sie „moin, moin“ anstatt „moin“ allein sagen.

 Und es begleitete uns der Hase-Igel-Effekt. Wohin wir auch kamen:

Ob im Storchendorf Bergenhusen,

im idyllischen Grachtenort Friedrichstadt

oder an vielbesuchten öffentlichen Einrichtungen in Husum,

unsere Konzerte waren deutlich sichtbar angekündigt.

Christel und Rüdiger hatten ganze (Vor)Arbeit geleistet.

Dementsprechend gut besucht war die Kirche in Bergenhusen.  Und obwohl die Nordlichter ja angeblich nicht zu überschwänglichen Gefühlsausbrüchen neigen, übertrug sich unsere Freude am Singen und der Bewegung aufs begeisterte Publikum. Allerdings war unser Moderator Gerd  sehr gefordert, musste er doch noch die eine oder andere unsichere Phase humorvoll überspielen, wie  z.B. eine fallengelassene Trommel  im Stück  „Yesu ni wangu“ oder ein verpatzter Einsatz.

Aber dass der Chor lernfähig ist, zeigte sich am 2. Abend. Auf Norddeich, in der evangelischen Kirche, klappte alles und das Motto des Abends „Moving“ wurde auf vielfältige Weise umgesetzt. Auf die neue Stepp-Einlage  von Angelika, Brigitte, Elke und Hubert antwortete das Publikum mit Standing  Ovations. Da ging es natürlich nicht ohne Zugaben ab.

Der finanzielle Reingewinn der beiden Abende war mehr als zufriedenstellend. So konnte sich die evangelische Kirche in Bergenhusen über einen Zuschuss zur Kirchenrenovierung freuen und auf Norddeich verblieb ein unerwartet hoher Betrag für soziale Projekte.

An unserem Abschiedsmorgen gab  der Chor noch einmal sein Bestes im Gottesdienst der Alt-Katholischen Gemeinde  St. Theresia in Nordstrand. Dort hielt unser Diakon Alexander      Wischniewsky  einen sehr abwechslungsreichen und einfühlsamen Gottesdienst, der sehr gut aufgenommen wurde. Dafür wurden wir dann freundlich  mit Kuchen, Kaffee und Tee verabschiedet.

Viel zu schnell war die Zeit mal wieder vergangen. Dazu trug natürlich auch das liebevoll zusammengestellte und abwechslungsreiche Programm mit Stadtführungen (Husum) und „Hochseefahrten“ zur Hallig mit Seehundbeobachtung  bei. Außerdem konnten wir so typische Köstlichkeiten wie Pharisäer und kalte Tante kennenlernen. Danke Daniel!

Auch wenn die Rückfahrt staureich war, auf das jährliche Highlight - unsere Chorreise -  will niemand mehr verzichten.

Und daher freuen wir uns, dass die Planung für 2016 (vielleicht sogar schon 2017?) läuft.

Berner, macht euch bereit, die Power People kommen, um auch Euch zu bewegen.

 

Reisebericht unseres Gastes

Waltraud Partale

                            

Mittwoch, den 13.Mai

Treffpunkt ist vor der Schlosskirche in Mannheim.

Es herrscht ein aufgeregtes Hin und Her.

Herzliche Begrüßungen, liebevolle Umarmungen, freundlicher Smalltalk überall.An alles muss gedacht werden, die Koffer, Konzertutensilien, Instrumente, Kabel, Lautsprecher und reichlich Proviant werden im Bus verstaut.

Gegen 21.30 Uhr starten wir in Richtung Autobahn.

Die Reise führt uns gen Norden, denn „Husum“, die Hafenstadt an der Nordsee ist unser Ziel.

Während der 10stündigen Fahrt ist die Nacht unser Begleiter.

Im Bus jedoch herrscht Hochstimmung. Fröhliches Geschnatter und urkomische Witze werden vor allem von Gerd in reiner Kurpfälzer Manier zum Besten gegeben. ( Chako Habekost ist dagegen ein Waisenknabe) Der Rest der Gesellschaft biegt sich vor Lachen. Die Stimmung ist einmalig und erreicht ihren Höhepunkt gegen Mitternacht, als alle auf Perter`s Geburtstag anstoßen. Danach wird es etwas ruhiger. Die Müdigkeit breitet sich aus. Ein letztes Gähnen, ein leises Flüstern und schon herrscht Stille.

Monoton rollt der Bus seine Kilometer ab und das Vertrauen in den hervorragenden Busfahrer ist riesengroß.

 

Donnerstag, den 14. Mai

Gegen 8.00 Uhr kommen wir dann glücklich, jedoch mehr oder weniger verspannt, direkt vor unserem Hotel in Husum an.

Die Freude auf ein ausgiebiges Frühstück ist riesengroß und so spaziert die hungrige Mannschaft schnurstracks zum Restaurantschiff „ MS – Nordertor „, das  Mitten im Husumer Binnenhafen seinen Liegeplatz hat und sanft schaukelnd auf uns wartet.

Hier werden wir mit einem herzlichen „ Moin – Moin „ begrüßt, der Kaffeeduft weckt unsere Lebensgeister und das Buffet verleiht uns neue Kräfte.

So verlassen wir dann frisch gestärkt und froh gelaunt das Schiff, um uns zum Stadtrundgang an der Nordkaje zu versammeln. Die Sonne verschwindet, eine kalte Brise kommt auf, Schals und Mützen werden hervorgeholt, der Wind ist unerbittlich. Tapfer rückt die Gruppe enger zusammen.

Frau „Tine“ erwartet uns bereits, um uns zwei Stunden lang durch Husum zu führen. Wir erfahren vieles über Husumer Frauen, die tatkräftig und mutig vor hunderten von Jahren ihren schweren Alltag bewältigten. Aufmerksam lauschen wir den spannenden Geschichten und sind irgendwie froh, nicht in dieser Zeit gelebt zu haben.

Über all dem strahlt der allseits geachtete und unerreichte Theodor Storm. Er liebt sein Husum,……..die graue Stadt am Meer……… und kehrt immer wieder hier her zurück. Wir erfahren aber auch, dass er im Alltagleben ein ganz normaler Mensch war, mit all seinen jubelnden Höhen und tragischen Tiefen.

Es ist ein aufschlussreicher Stadtrundgang, der gegen Mittag vor dem Schloss endet.

Durchfroren und müde holen wir unsere Koffer aus dem Bus und beziehen unsere Zimmer. Den Nachmittag kann jeder gestalten wie er will.

Erst gegen Abend treffen wir uns zum gemeinsamen Abendessen bei „ Tante Yenny „. Da ist eine traditionsreiche 165 Jahre alte Gaststätte mit der dementsprechenden Ausstattung.

Schnell merken wir, dass klare Ansage gefordert ist, denn der Oberkellner hat das Wort. Die Husumer Krabbensuppe ist köstlich und alle weiteren Speisen werden genussvoll vertilgt und die alkoholischen Getränke zeigen ihre Wirkung.

Die Stimmung steigt, es wird erzählt, gelacht, gesungen.

Noch einen Absacker im Pub um die Ecke, dann  geht`s ins Hotel, um gründlich auszuschlafen.

 

Freitag, den 15. Mai

Das Frühstücksbuffet im Hotel ist einmalig.

Ein üppiges Angebot, da keine Wünsche offen lässt und jeden einzelnen mehr als zufrieden stellt.

So beginnen wir gut gesättigt und total entspannt die geplante Tagestour nach Friedrichstadt. Mit dem Bus fahren wir ca. 40 Minuten durch weites, flaches Land mit großflächigen Wiesen auf denen viele Schafe weiden und sonnengelben Rapsfeldern.

Wir überqueren die Eider und sind sehr schnell mittendrin in der geschichtsträchtigen Kleinstadt Friedrichstadt. Sie hat ihre 500 Jahre alte Geschichte, besteht aus ca. 2.500 Einwohnern und lebt eigentlich nur vom Tourismus. Bei strahlendem Sonnenschein genießen wir eine märchenhafte Grachtenfahrt. An idyllisch gelegenen kleinen Häuschen vorbei fahren wir unter vielen Brücken durch und bestaunen liebevoll gepflegt Gärten.

Ein gemeinsames Mittagessen stärkt uns für den Rest des Tages. Danach kann jeder selbst Friedrichstadt zu Fuß erkunden.

Ein Bummel in der Fußgängerzone stillt so manche Neugierde. Die Geschäfte sind liebevoll auf Tourismus ausgerichtet und bieten überwiegend traditionelle Ware an. Schnell noch ein Eis, ein Kaffee oder ein Stück Kuchen. Man muss das Leben genießen.

Der Bus wartet schon auf uns, um uns nach Bergenhusen zu bringen.

Hier in der evangelischen Kirche findet abends das erste Konzert statt. Überall sieht man gelbe Plakate die auf diese Gospelkonzert hinweisen. Nervosität macht sich bei den Chormitgliedern breit. Die festliche Konzertkleidung wird angelegt und noch einmal geprobt. Ein tiefes Durchatmen ist spürbar. Die Kirche füllt sich, die Menschen sind neugierig. Dann ist es soweit.

Gerd tritt als Moderator auf. Kann plötzlich hervorragend Hochdeutsch sprechen und macht seine Ansage großartig.

Er will die Zuhörer mit einbeziehen und baut so eine gewisse Spannung auf.

Daniel hat seinen Chor fest im Griff und schlägt die ersten Töne an.

Der Chor erklingt erst leise, zaghaft, zögernd, dann werden die Rhythmen immer lauter, fordernder und mitreißender.

Zum Schluss stehen die begeisterten Zuhörer auf und klatschen fröhlich mit.

Zugaben sind unausweichlich.

Daniel, das hast Du und Dein Chor großartig gemeistert. – Bravo ! –

Müde, glücklich und zufrieden fahren wir zurück in unser Hotel nach Husum.

 

Samstag, den 10. Mai

Gut gestärkt, nach dem fantastischem Frühstück, starten wir mit unserm Bus, um so noch nördlicher an der Küste, in Nordstrand zu landen. Der Himmel ist grau verhangen, der kühle Wind bläst erbarmungslos, es ist ungemütlich.

Schnell besteigen wir das Fährschiff „Adler Express“, das uns von Nordstrand zu der Hallig Nordstrandischmoor bringen soll. Während der einstündigen Fahrt wird das Wetter noch schlechter. Wir fahren mit einsetzender Flut, der Regen prasselt gegen die Scheiben und die letzten wettererprobten Gäste auf Deck verziehen sich ins Schiffsinnere.

Auf der Hallig angekommen zieht sich jeder, so gut es geht, wind- und wetterfest an.Voller Optimismus und Neugierde marschiert die Gruppe durch das flache Halligland, das von Salzwasser führenden Prielen durchzogen ist. Wettererprobte Schafe grasen stoisch auf diesen kleinen Marschweiden im Wattenmeer. Wir erreichen auf der höchsten Erhebung eine bescheidene Herberge, in der die Gäste freundlich bewirtet werden. Der Wind nimmt an Stärke zu, der Regen prasselt hernieder und wir müssen zurück zu unserem Schiff.

Komplett durchnässt treten wir die Rückfahrt an. Da helfen nur wärmende, alkoholische Getränke und die gute Laune findet kein Ende. Durch den starken Seegang sind die Seehundbänke zum größten Teil überflutet, sodass auch die Seehunde von uns nicht viel wissen wollten. Unser stark schaukelndes Schiff kämpft tapfer gegen Wind und Wellen und das Dröhnen der Motoren verfolgt uns noch eine Weile.

Eilig verlassen wir in Nordstrand das Schiff, um im Gasthof Kiefhuck eine stärkende Mahlzeit zu uns zu nehmen. Es ist bereits 18.00 Uhr und heute Abend findet das zweite Gospelkonzert statt.

Die gelben Werbeplakate haben es längst angekündigt. Das Konzert findet in der Ev. Kirche St. Vinzenz auf Nordstrand statt.

Die Kirche füllt sich rasch und ist brechend voll. Die Erwartungshaltung ist spürbar angespannt.

Da tritt, Gerd, unser exzellenter Moderator in Erscheinung und gibt dem Ganzen eine fast unbekümmert, familiäre Note. Der Bann ist gebrochen, der Gospelchor „ Power People“ tut sein Übriges. Die Zuhörer sind mitgerissen und applaudieren begeistert. Unser großartiger Dirigent Daniel erlebt mit seinem Chor zum zweiten Mal „ Standing Ovation „. Ein wunderschöner Ausklang für diesen Tag.

 

Sonntag, den 14. Mai

Es ist der Tag der Heimreise. Sehr früh werden die Koffer gepackt und in dem Bus verstaut. Wir fahren zur Alt Katholischen Kirche St. Theresia auf Nordstrand, um dort einen besonderen Gottesdienst zu erleben.

Diesmal ist Alexander unser „Star“. Wir kennen ihn als witzigen, geistreichen und sehr sympathischen Menschen. Heute ist ER es, der den Gottesdienst hält und in seinem Ornat großen Respekt einflößt. Er bringt es fertig, trotz der schwierigen Textvorgabe, mit seinen klaren Worten uns Zuhörer zu berühren. Der Gospelchor umrahmt den Gottesdienst mit heiteren Einlagen. Per Handschlag wird jeder an der Kirchentüre verabschiedet.

Das war ein gelungener Schlusspunkt der „ Chorfahrt Husum „. Am späten Mittag starten wir die Heimfahrt, die sich etwas zähflüssig gestaltet. Staus und aufkommende Verkehrsdichte lassen eine zügige Fahrt nicht zu. Jeder macht es sich auf seinem Sitz so gemütlich wie möglich.Das Hany wird traktiert, leise Unterhaltungen, die Müdigkeit hält Einzug. Gegen Mitternacht kommen wir in Mannheim an.

Ein fröhliches Tschüs, Auf Wiedersehn, Hände schütteln, Umarmungen. Jeder schnappt sich seinen Koffer und verschwindet in der Dunkelheit.

Diese rundum harmonische, fröhliche und ereignisreiche Chorfahrt ist nun unwiederbringlich zu Ende!

          

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© Gospelchor Power People Mannheim der Alt-Katholischen Kirchengemeinde Mannheim-Ludwigshafen